Heilpflanzen aus dem Garten
Wer einen Garten besitzt, ist Besitzer einer ganzen Apotheke. Wobei ich einen wirklichen Garten meine, so einen, in dem die Vielfalt von Flora und Fauna zu Hause ist, wo Gemüse und Obst gedeihen, wo Blumen und Kinder aufwachsen. Nicht den, wo der Rasen wöchentlich mit der Küchenschere auf Höhe gebracht wird und aus dem alles Blühende, das man nicht käuflich erwerben kann, gnadenlos der Hacke zum Opfer fällt.
Wer einen Garten besitzt, ist Besitzer einer ganzen Apotheke. Wobei ich einen wirklichen Garten meine, so einen, in dem die Vielfalt von Flora und Fauna zu Hause ist, wo Gemüse und Obst gedeihen, wo Blumen und Kinder aufwachsen. Nicht den, wo der Rasen wöchentlich mit der Küchenschere auf Höhe gebracht wird und aus dem alles Blühende, das man nicht käuflich erwerben kann, gnadenlos der Hacke zum Opfer fällt.
Ohne prahlen zu wollen, behaupte ich, dass ich stolzer Besitzer eines Apotheken-Gartens in Brögbern bin! Schon am Anfang des Gartenjahres, finde ich genau die Medizin, die ich für diese Jahreszeit brauche. Und weil ich meine Frühjahrskur in Angriff nehmen will, schnapp ich mir meine Gartenschere, um mir die Pflanzen zu holen, die ich dafür brauche.
Der erste Kandidat läuft mir im wahrsten Sinne des Wortes über den Weg. Es ist das allseits beliebte, weil nicht auszurottende Gierschkraut, mit dem klangvollen lateinischen Namen Aegopodium podagraria. Ich weiß, dass es meinem Nachbarn ein Dorn im Auge ist, weil es sich unbeirrt fortpflanzt, ohne Rücksicht auf Grundstücksgrenzen. Nun, damit muss er wohl leben, denn von Giersch profitiere ich fast das ganze Jahr. Neben Vitamin A und C enthält er nämlich noch jede Menge Mineralstoffe wie Kupfer, Eisen, Mangan und Kalium und verschiedene ätherische Öle.
Außerdem stimuliert Giersch die Nieren und bringt damit meine Frühjahrskur auf Trab. Am besten schmeckt er natürlich jetzt, wenn er seine zarten glänzenden Blätter der Sonne entgegenstreckt. Ich ernte ihn von März bis November und beschließe, ihn heute Mittag auf den Tisch zu bringen und pflücke mir gleich einen ganzen Topf voll. Die Zubereitung ist die gleiche wie beim Spinat und geschmacklich sind sich die beiden recht ähnlich. Man kann die zarten obersten Blätter auch wunderbar in einen Salat hineinmischen.
Von Weitem sehe ich meinen nächsten Freund, von dem mein Nachbar ebenso wenig angetan ist, aber nun gut, das sei ihm belassen. Sein Name hat schon fast etwas Magisch-mystisches an sich: Taraxacum officinale, was man gemeinhin als Löwenzahn bezeichnet. Er ist wirklich stark wie ein Löwe. Seine Wurzel reicht tief in die Erde und sein Lebenswille ist nicht zu brechen. Er wird natürlich auch in meinem Salat landen, weil er Spezialist für Verdauung und damit auch für das Immunsystem ist. Vom Löwenzahn kann ich alles verwerten, sowohl roh als auch gekocht. Auch hier werden mir von meiner Gartenapotheke wieder Vitamin C und A angeboten – und verschiedene Flavonoide sowie ätherische Öle, die eine blutreinigende Wirkung haben. Der Löwenzahn ist die Nr. 1 der heimischen Kräuter, wenn es um die Frühjahrskur geht. Er bringt sämtliche Säfte im Körper in Bewegung und der Stoffwechsel wird richtig angekurbelt. Dadurch wirkt er auch positiv auf die Haut und lindert Rheuma.
Eigentlich würde das jetzt schon reichen, wenn man nur den gesundheitlichen Aspekt betrachtet, doch ich habe Spaß an meiner Gartenapotheke und sie ist schier unerschöpflich. Deshalb schneide ich von den Brennnesseln am Teich noch die zarten 4-6 oberen Blätter ab – wobei ich mir allerdings doch lieber Handschuhe anziehe. Diese Blätter ziehe ich in der Küche einmal durch heißes Wasser, dadurch brechen die feinen Spitzen und die Säure, die normalerweise das Brennen und die Quaddeln verursachen, können nicht mehr in die Haut eindringen. So kann ich sie gefahrlos klein hacken und mit Gewürzen und Sahne zu einer leckeren Vorsuppe verarbeite. Ach so, natürlich hat auch die Brennnessel einen lateinischen Namen: Urticaria, aber das muss man sich nicht merken. Wichtiger ist, was diese Pflanze zu bieten hat, denn auch sie gehört zu den Frühlingsmuntermachern und Blutreinigern, ist als Gemüse, Suppe, Salat und Tee zu nutzen, als auch für Umschläge auf der Haut, da sie entzündungshemmende Wirkstoffe enthält. Und auch sie versorgt den Körper mit diversen Mineralstoffen und Vitaminen, wie sie kein angebautes Gemüse heute mehr beinhaltet.(pressemitteilung 10/2009)
Wer einen Garten besitzt, ist Besitzer einer ganzen Apotheke. Wobei ich einen wirklichen Garten meine, so einen, in dem die Vielfalt von Flora und Fauna zu Hause ist, wo Gemüse und Obst gedeihen, wo Blumen und Kinder aufwachsen. Nicht den, wo der Rasen wöchentlich mit der Küchenschere auf Höhe gebracht wird und aus dem alles Blühende, das man nicht käuflich erwerben kann, gnadenlos der Hacke zum Opfer fällt.
Ohne prahlen zu wollen, behaupte ich, dass ich stolzer Besitzer eines Apotheken-Gartens in Brögbern bin! Schon am Anfang des Gartenjahres, finde ich genau die Medizin, die ich für diese Jahreszeit brauche. Und weil ich meine Frühjahrskur in Angriff nehmen will, schnapp ich mir meine Gartenschere, um mir die Pflanzen zu holen, die ich dafür brauche.
Der erste Kandidat läuft mir im wahrsten Sinne des Wortes über den Weg. Es ist das allseits beliebte, weil nicht auszurottende Gierschkraut, mit dem klangvollen lateinischen Namen Aegopodium podagraria. Ich weiß, dass es meinem Nachbarn ein Dorn im Auge ist, weil es sich unbeirrt fortpflanzt, ohne Rücksicht auf Grundstücksgrenzen. Nun, damit muss er wohl leben, denn von Giersch profitiere ich fast das ganze Jahr. Neben Vitamin A und C enthält er nämlich noch jede Menge Mineralstoffe wie Kupfer, Eisen, Mangan und Kalium und verschiedene ätherische Öle.
Außerdem stimuliert Giersch die Nieren und bringt damit meine Frühjahrskur auf Trab. Am besten schmeckt er natürlich jetzt, wenn er seine zarten glänzenden Blätter der Sonne entgegenstreckt. Ich ernte ihn von März bis November und beschließe, ihn heute Mittag auf den Tisch zu bringen und pflücke mir gleich einen ganzen Topf voll. Die Zubereitung ist die gleiche wie beim Spinat und geschmacklich sind sich die beiden recht ähnlich. Man kann die zarten obersten Blätter auch wunderbar in einen Salat hineinmischen.
Von Weitem sehe ich meinen nächsten Freund, von dem mein Nachbar ebenso wenig angetan ist, aber nun gut, das sei ihm belassen. Sein Name hat schon fast etwas Magisch-mystisches an sich: Taraxacum officinale, was man gemeinhin als Löwenzahn bezeichnet. Er ist wirklich stark wie ein Löwe. Seine Wurzel reicht tief in die Erde und sein Lebenswille ist nicht zu brechen. Er wird natürlich auch in meinem Salat landen, weil er Spezialist für Verdauung und damit auch für das Immunsystem ist. Vom Löwenzahn kann ich alles verwerten, sowohl roh als auch gekocht. Auch hier werden mir von meiner Gartenapotheke wieder Vitamin C und A angeboten – und verschiedene Flavonoide sowie ätherische Öle, die eine blutreinigende Wirkung haben. Der Löwenzahn ist die Nr. 1 der heimischen Kräuter, wenn es um die Frühjahrskur geht. Er bringt sämtliche Säfte im Körper in Bewegung und der Stoffwechsel wird richtig angekurbelt. Dadurch wirkt er auch positiv auf die Haut und lindert Rheuma.
Eigentlich würde das jetzt schon reichen, wenn man nur den gesundheitlichen Aspekt betrachtet, doch ich habe Spaß an meiner Gartenapotheke und sie ist schier unerschöpflich. Deshalb schneide ich von den Brennnesseln am Teich noch die zarten 4-6 oberen Blätter ab – wobei ich mir allerdings doch lieber Handschuhe anziehe. Diese Blätter ziehe ich in der Küche einmal durch heißes Wasser, dadurch brechen die feinen Spitzen und die Säure, die normalerweise das Brennen und die Quaddeln verursachen, können nicht mehr in die Haut eindringen. So kann ich sie gefahrlos klein hacken und mit Gewürzen und Sahne zu einer leckeren Vorsuppe verarbeite. Ach so, natürlich hat auch die Brennnessel einen lateinischen Namen: Urticaria, aber das muss man sich nicht merken. Wichtiger ist, was diese Pflanze zu bieten hat, denn auch sie gehört zu den Frühlingsmuntermachern und Blutreinigern, ist als Gemüse, Suppe, Salat und Tee zu nutzen, als auch für Umschläge auf der Haut, da sie entzündungshemmende Wirkstoffe enthält. Und auch sie versorgt den Körper mit diversen Mineralstoffen und Vitaminen, wie sie kein angebautes Gemüse heute mehr beinhaltet.(pressemitteilung 10/2009)
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