
Der monoklonale Antikörper Tocilizumab. Tocilizumab bindet an den membrangebundenen IL-6-Rezeptor. Durch Reduktion der IL-6-Aktivität können Langzeitschäden am Gelenk verhindert werden.


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Therapie der Rheumatoiden Arthritis
Therapie der Rheumatoiden Arthritis - Die Behandlung mit Schmerzmitteln, Kortison und traditionellen Rheumamedikamenten wie Gold, Penicilliamin und Methotrexat führen in den meisten Fällen zu einer Reduktion der Symptome und der Unterdrückung der selbstangreifenden Aktivitäten des Immunsystems. Jedoch sprechen die Nebenwirkungen dieser Behandlungen und verbesserte Erfolgsaussichten unter der Therapie mit innovativen Therapeutika für neue Optionen.
Wie PD Dr. Andrea Rubbert-Roth, Medizinische Klinik I der Universität Köln, erläutert, sind aus den Grundlagenkenntnissen der vergangenen Jahre über die Vorgänge bei der Rheumatoiden Arthritis verschiedene neue Therapieansätze entwickelt worden. Dazu gehören die Blockade der B-Zellen, die Blockade von TNF oder die Blockade von Interleukin-6. Für PD Dr. Rubbert-Roth ist es besonders wichtig, dass die wirkungsvollen Medikamente nicht zu lange zurückgehalten werden, da die Schädigungen durch die Rheumatoide Arthritis häufig in den ersten Jahren auftreten und irreversibel sind.
Interleukine und ihre Bedeutung für die Rheumatoide Arthritis
Molekularbiologisch läßt sich die Rheumatoide Arthritis kurz auch als eine Kommunikationsstörung bezeichnen. Botenstoffe des Immunsystems werden dabei fehlgeleitet. Darauf antwortet unser Immunsystem mit einer andauernden Abwehrreaktion gegen körpereigenes Gewebe. An einer solchen Abwehrreaktion sind viele unterschiedliche Zellen beteiligt, die durch Zellkontakt miteinander kommunizieren, aber auch durch kleine Eiweißmoleküle, den Zytokinen, die als Signalstoffe fungieren. Zu den Zytokinen gehören TNF-alpha und Interleukine.
Interleukine erhielten diesen Namen, als entdeckt wurde, dass sie zwischen (lat. inter= zwischen) den Leukozyten (griech. leucos = weiß), also den weißen Blutkörperchen, vermitteln. Mittlerweile weiß man, dass sie auch mit anderen Zellen kommunizieren, die an einer Immunreaktion beteiligt sind.

Innovatives Wirkprinzip: Interleukin-6-Hemmung (IL-6) bei Rheumatoider Arthritis
Es gibt mehrere Interleukine, mit Zahlen benannt, die an unterschiedlichen Stellen im Körper entstehen. Beim Interleukin-6 (IL-6) gehören Makrophagen, B-Zellen, T-Zellen, Fibroblasten und Endothelzellen dazu, um nur einige zu nennen.
So verschieden die Entstehungsorte des Interleukin-6 (IL-6) sind, so unterschiedlich sind auch die Wirkorte des IL-6, das eine Halbwertszeit von nur wenigen Minuten besitzt. Seine Konzentration im Blut schwankt tageszeitlich und in Abhängigkeit von Krankheitsbildern. IL-6 reagiert schnell auf krankhafte Situationen. Beim metabolischen Syndrom schießt seine Konzentration um das 10-fache und bei einer Sepsis sogar um das 1000-fache in die Höhe. Daher lassen sich bei Patienten, bei denen verstärkt Entzündungsprozesse im Körper ablaufen, erhöhte Konzentrationen des Zytokins IL-6 nachweisen.
Neben der Rheumatoiden Arthritis wird eine erhöhte Konzentration von Interleukin-6 auch mit anderen Krankheiten in Verbindung gebracht:
Interleukin-6: ein Protein mit vielfältiger Wirkung
Heute weiß man, dass Interleukin-6 in der Pathogenese rheumatischer Erkrankungen eine Rolle spielt. Es kann im Blut von Betroffenen nachgewiesen werden und dient als rheumatoider Indikator, da sein Auftreten mit klinischen und laborchemischen Parametern mit der Aktivität der Erkrankung korreliert.
Die Ergebnisse mehrerer Forschungsgruppen belegen den Zusammenhang zwischen erhöhter IL-6-Konzentration und der Rheumatoien Arthritis: je höher die Konzentration von IL-6 im Blut ist, desto schwerwiegender ist die Morgensteifigkeit und desto mehr Gelenke sind entzündet. Wird die Konzentration im Blut mit Biologika reduziert, lassen sich therapeutische und klinisch nachweisbare Effekte erzielen(5). In der Hemmung der Interleukin-6-Wirkung liegt also ein therapeutischer Ansatz für diese chronisch entzündliche rheumatische Erkrankung.
Informations-Pool: Rheumatoide Arthritis
Wie PD Dr. Andrea Rubbert-Roth, Medizinische Klinik I der Universität Köln, erläutert, sind aus den Grundlagenkenntnissen der vergangenen Jahre über die Vorgänge bei der Rheumatoiden Arthritis verschiedene neue Therapieansätze entwickelt worden. Dazu gehören die Blockade der B-Zellen, die Blockade von TNF oder die Blockade von Interleukin-6. Für PD Dr. Rubbert-Roth ist es besonders wichtig, dass die wirkungsvollen Medikamente nicht zu lange zurückgehalten werden, da die Schädigungen durch die Rheumatoide Arthritis häufig in den ersten Jahren auftreten und irreversibel sind.
Interleukine und ihre Bedeutung für die Rheumatoide Arthritis
Molekularbiologisch läßt sich die Rheumatoide Arthritis kurz auch als eine Kommunikationsstörung bezeichnen. Botenstoffe des Immunsystems werden dabei fehlgeleitet. Darauf antwortet unser Immunsystem mit einer andauernden Abwehrreaktion gegen körpereigenes Gewebe. An einer solchen Abwehrreaktion sind viele unterschiedliche Zellen beteiligt, die durch Zellkontakt miteinander kommunizieren, aber auch durch kleine Eiweißmoleküle, den Zytokinen, die als Signalstoffe fungieren. Zu den Zytokinen gehören TNF-alpha und Interleukine.
Interleukine erhielten diesen Namen, als entdeckt wurde, dass sie zwischen (lat. inter= zwischen) den Leukozyten (griech. leucos = weiß), also den weißen Blutkörperchen, vermitteln. Mittlerweile weiß man, dass sie auch mit anderen Zellen kommunizieren, die an einer Immunreaktion beteiligt sind.

Innovatives Wirkprinzip: Interleukin-6-Hemmung (IL-6) bei Rheumatoider Arthritis
Es gibt mehrere Interleukine, mit Zahlen benannt, die an unterschiedlichen Stellen im Körper entstehen. Beim Interleukin-6 (IL-6) gehören Makrophagen, B-Zellen, T-Zellen, Fibroblasten und Endothelzellen dazu, um nur einige zu nennen.
So verschieden die Entstehungsorte des Interleukin-6 (IL-6) sind, so unterschiedlich sind auch die Wirkorte des IL-6, das eine Halbwertszeit von nur wenigen Minuten besitzt. Seine Konzentration im Blut schwankt tageszeitlich und in Abhängigkeit von Krankheitsbildern. IL-6 reagiert schnell auf krankhafte Situationen. Beim metabolischen Syndrom schießt seine Konzentration um das 10-fache und bei einer Sepsis sogar um das 1000-fache in die Höhe. Daher lassen sich bei Patienten, bei denen verstärkt Entzündungsprozesse im Körper ablaufen, erhöhte Konzentrationen des Zytokins IL-6 nachweisen.
Neben der Rheumatoiden Arthritis wird eine erhöhte Konzentration von Interleukin-6 auch mit anderen Krankheiten in Verbindung gebracht:
- auftretende Blutarmut (Anämie)
- vermehrte Produktion von Antikörpern
- Osteoporose
- Bildung des sog. Rheumafaktors
- Vermehrung der Blutplättchen
- Immunreaktion
Interleukin-6: ein Protein mit vielfältiger Wirkung
Heute weiß man, dass Interleukin-6 in der Pathogenese rheumatischer Erkrankungen eine Rolle spielt. Es kann im Blut von Betroffenen nachgewiesen werden und dient als rheumatoider Indikator, da sein Auftreten mit klinischen und laborchemischen Parametern mit der Aktivität der Erkrankung korreliert.
Zukünftige Therapieoptionen mit Tocilizumab
Dr. Wolfgang Dietrich
- Interleukin-6 wirkt auf viele Stoffwechselprozesse im Körper. Wird Tocilizumab zukünftig auch zur Therapie anderer Krankheiten als der Rheumatoiden Arthritis eingesetzt?
- Tocilizumab, ein Biological zur Behandlung der Rheumatoider Arthritis - Was verbirgt sich hinter diesem Therapieansatz?
Die Ergebnisse mehrerer Forschungsgruppen belegen den Zusammenhang zwischen erhöhter IL-6-Konzentration und der Rheumatoien Arthritis: je höher die Konzentration von IL-6 im Blut ist, desto schwerwiegender ist die Morgensteifigkeit und desto mehr Gelenke sind entzündet. Wird die Konzentration im Blut mit Biologika reduziert, lassen sich therapeutische und klinisch nachweisbare Effekte erzielen(5). In der Hemmung der Interleukin-6-Wirkung liegt also ein therapeutischer Ansatz für diese chronisch entzündliche rheumatische Erkrankung.
Informations-Pool: Rheumatoide Arthritis
- Was versteht man unter Rheumatoider Arthritis und wie sieht die Krankheitssituation in Deutschland aus
- Auslöser bei der Rheumatoiden Arthritis
- Krankheitsverlauf - das offene Patientengespräch
- Frühe Diagnose wichtig
- Therapieziel
- Die innovative Therapie bei der Rheumatoiden Arthritis
- Therapieerfolg bei Rheumatoider Arthritis durch Hemmung der Wirkung von Interleukin-6 (IL-6)
- Tocilizumab - Studien zur Wirksamkeit
- Physiotherapie bei Rheumatoider Arthritis
- Bewegung muss sein
- Wirtschaftlichkeit
- Ernährungstipps für Betroffene
- Rheuma Service-Center
- Rheuma-Lexikon - Für das Arzt- / Patientengespräch
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